Bundeselternratstagung in Schwäbisch Hall im Februar 2014

Als Gesamtelternvertreterin der Annie Heuser Schule bin ich seit 2007 delegiert in den LandesElternRat der Waldorfschulen, der sich ca. alle 8 Wochen an einem Samstag trifft, um die Verbindung der Waldorfschulen innerhalb der Region Berlin-Brandenburg lebendig zu halten.

Mittlerweile sind Elternvertreter aus vielen Schulen der Region regelmäßig dabei, so dass wir zu einer kontinuierlichen Arbeit gekommen sind.

Seit einigen Monaten hat die Region Berlin-Brandenburg mit Angelo Weber aus der FWS Werder und mir auch wieder eine Vertretung im Sprecherkreis des Bundeselternrates, der sich wiederum aus Vertretern der einzelnen Regionen zusammensetzt. Wer möchte, kann sich unter diesem Link http://www.waldorfschule.de/eltern/elternrat-der-waldorfschulen/ ein Bild von uns machen…

Einmal jährlich organisiert der Sprecherkreis zusammen mit einer gastgebenden Schule die Bundeselternratstagung, zu der Eltern  aus allen Waldorfschulen Deutschlands zusammenkommen, um sich auszutauschen, zu beraten und fortzubilden.

Die diesjährige Tagung stand unter dem Motto „Lebensmittel Schule – was nährt uns wirklich?“

Nach einem Impulsvortrag zum Thema fanden sich die Teilnehmer in 23 Arbeitsgruppen, sieben Foren und zwei Plenen zusammen, um über das Tagungsthema hinaus bspw. auch zur Lehrergewinnung, zur Inklusion oder zum Fremdsprachenunterricht zu beraten.

Ich habe die Erlaubnis, zwei Berichte  von Kollegen aus dem LandesElternRat in unserem DURCHBLICK zu veröffentlichen: den von Elke Böckstiegel, Elternvertreterin der Rudolf Steiner Schule Dahlem und den von Angelo Weber, Elternvertreter der FWS Werder und Mitglied im Sprecherkreis.

Ergänzend dazu möchte ich kurz aus dem Forum Fremdsprachenunterricht berichten, welches ich besuchen durfte.

Geleitet wurde  das Forum von Prof. Dr. Peter Lutzker, Freie Hochschule Stuttgart  sowie  Sigmund Baldszun und Natalia Plotkina, freie DozentInnen ebd. Herr Baldszun, Französischlehrer, gab uns einen Abriss über den Fremdsprachenunterricht in der Unterstufe, wo es noch vornehmlich darum geht, die Kinder mit Lauten zu umgeben, die Laute wirken zu lassen, in das Mitsprechen (ohne Vor- und Nachsprechen) zu kommen und die Sprache im ganzen Körper des Kindes wirken und ankommen zu lassen.

Frau Plotkina, Russischlehrerin, gab uns Einblick in den Sprachunterricht der Mittelstufe. Hier liegt der Schwerpunkt auf Wortschatzarbeit mit Hilfe von Lektüre und Dialogführung. Die Kinder sollen mit der Sprache spielen und sich ausprobieren, Inhalte mit eigenen Worten wiedergeben, eine eigene Meinung formulieren, möglichst ohne Vokabeln zu pauken.

Schließlich führte uns Dr. Lutzker in die Methoden des Fremdsprachenunterrichts der Oberstufe ein. Dabei stellte er ein Hauptanliegen in die Mitte: Wenn der Unterricht in Unter- und Mittelstufe gut gelaufen ist, sollten die SchülerInnen gelernt haben, etwas nicht zu verstehen und trotzdem dabei zu bleiben, sowie den Mut haben, Fehler zu machen. Kreatives Schreiben und die Verleiblichung der Sprache durch Theater spielen, sowie gegenseitige Beurteilung von Geschriebenem (mit zurückhaltender Unterstützung des Lehrers) sind die Schwerpunkte.

Als ganz wesentliche Voraussetzung für einen guten Fremdsprachenunterricht wurde die regelmäßige Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer genannt. Eltern wurden ermutigt, in ihren Schulen nachzufragen, wie es dort mit Lehrerfortbildungen gehalten wird.

Geschrieben von: E.N. (Mutter Kl. 6 und 8)

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