Das Klassenspiel der 12. Klasse

Das erste Zwölfklassspiel an der Annie Heuser Schule.

Theaterspiel und Waldorfpädagogik bilden von jeher eine Einheit.
Klassenspiel und Kunstfahrt – unsere erste 12. Klasse wird am Ende des Schuljahres nach Florenz fahren – sind Bestandteile des Waldorfabschlusses nach 12 Schuljahren und werden als künstlerische Höhepunkte in der 12. Klasse erlebt.

Während die Jugendlichen im Klassenspiel der achten Klasse noch mehr durch die Inszenierung geführt werden, sollen die Jugendlichen in der 12. Klasse ein Theaterstück von der Auswahl bis zur Aufführung möglichst in eigenverantwortlicher gemeinsamer Arbeit unter Anleitung eines Theaterregisseurs bewältigen. Nicht nur die eigene individuelle Rolle, Improvisationsarbeit und die Erfassung des gesellschaftliches Problems, welches dem Stück zugrunde liegt, sind von Bedeutung, sondern auch die zum Gesamtablauf nötigen Arbeiten wie Dramaturgie, Kulissen, Kostüme, Requisite, Technik, Musik und Ton, Werbung, Plakate, sowie Programmheftgestaltung sollen selbst übernommen werden. Der besondere Blick auf die Gesamtproduktion erfordert Teamfähigkeit und eine gemeinsame Bewältigung der Aufgaben. Nicht allein eine besondere erfolgreiche Aufführung steht im Vordergrund, sondern auch der Prozess im Sinne „der Weg ist das Ziel“.
Die künstlerische Arbeit eines Klassenspiels ist eine wichtige Übung für das reale soziale Leben! Deshalb werden Theaterprojekte auch in der Ausbildung von Jugendlichen umgesetzt, wie es z.B. der Drogeriemarkt „dm“ praktiziert.

Das Klassenspiel – eine Ausnahmesituation im Schulalltag
Ist das Stück gefunden, findet vor der Aufführungswoche 3 Wochen lang von morgens bis in den späten Nachmittag eine intensive Probenzeit und Ausgestaltung des „Ganzen“ statt. Zusammen mit ihrem Regisseur Fridjof Vareschi befinden sich unsere 12Klässler in diesem Arbeitsprozess, der viel Engagement, Zeit und Fleiß der Schüler erfordert.

Zur Stückauswahl: „Ein Abend für Menschen mit Haltungsschäden“
Für unsere kleine 12. Klasse musste es ein Stück mit wenigen Rollen sein. Geeinigt hat sich die Klasse auf das zeitkritische und humorvolle Stück „Bandscheibenvorfall“ von der in Berlin lebenden Autorin Ingrid Lausund.
Das Publikum darf sich einstellen auf einen „Abend für Menschen mit Haltungsschäden“. In kurzweiligen Szenen begegnen sich die unterschiedlichsten Charaktere, um für ihr Überleben im Berufsalltag zu kämpfen und sich in Scheinwelten zu stürzen.

Geschrieben von: I.H. (Klassenbetreuerin 12. Klasse)

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