Opernbesuch mit der fünften Klasse

Kannst du pfeifen, Johanna/gewiss kann ich das/Pfeife weiter, Johanna, denn pfeifen macht Spaß/Deine Lippen sind purpurn und deine Wangen rund/Mädel, was hast du für einen wunderschönen Mund!/

Am 11. Dezember, kurz vor Weihnachten hat die fünfte Klasse einen Ausflug in die Deutsche Oper an der Bismarckstraße gemacht, den Frau Scholkmann organisiert hatte.

Zuerst durften wir eine Führung durch die Oper und die Kulissen hinter der Bühne mitmachen und auch den Zuschauerraum einmal vollständig leer ansehen. Die Führerin ließ die Kinder entdecken, dass in die Oper fast 2000 Zuschauer passen. Sie erzählte, dass diese Oper für alle Menschen offen sei und man deshalb grundsätzlich anziehen darf, was man möchte, aber es trotzdem gern gesehen ist, wenn man sich schick macht. Es gibt hingegen ein strenges Handy- und Essensverbot in der Oper während der Vorstellungen. Darüber schienen einige Schüler verwundert zu sein, ist es doch im Kino so gemütlich, mit Popcorn in der Hand einen Film anzuschauen. Wir durften tatsächlich sogar auf die Bühne gehen und mitten in die Kulissen von „La Boheme“ und „Hänsel und Gretel“ hineintreten. Wenn man nach oben schaute, konnte man sehr eindrucksvoll den Schnürboden erkennen, an dem viele Kulissen angebracht sind und heruntergelassen und hochgezogen werden können. Und man hatte einen großartigen Eindruck davon bekommen, wie riesengroß der Bühnenbereich der Oper ist.

Wir sahen und hörten uns das Stück an: „Kannst du pfeifen, Johanna?“ Dieser Hit der Comedian Harmonists aus den 30er Jahren war nicht nur in Deutschland, sondern auch in Schweden sehr beliebt. 1992 erschien daher das schwedische Kinderbuch von Ulf Stark unter diesem Titel. Es geht um eine kurze, aber sehr intensive Freundschaft zwischen einem Jungen (der keinen Opa hat und sich kurzerhand gemeinsam mit seinem Freund einen im Altersheim sucht) und einem dem Ersatzopa, dessen Frau Johanna vor Jahren gestorben ist und der nun einsam und krank ist.

Die Klasse war sehr erstaunt, als in der Tischlerei der Deutschen Oper, einer Art kleiner Probebühne, erwachsene Männer als Kinder verkleidet über einen imaginären Spielplatz toben, um dann auf einmal mit einer Opernstimme, aber trotzdem klar und verständlich, zu singen.

Wir hoffen, dass wir damit viele Kinder gespannt auf einen „richtigen“ Opernbesuch gemacht haben!

Geschrieben von: M.M. (Klassenlehrerin 5. Klasse)

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