Hort

Soziale Entwicklung & ganzheitliche Sinnesschulung

AtelierFür die meisten unserer Erst- bis Sechstklässler führt der Weg nach Unterrichtsende nicht gleich nach Hause, sie besuchen den Hort. In familiärer Atmosphäre verbringen diese Kinder hier den Nachmittag bis spätestens 18:00 Uhr. Der Hort gibt den vielfältigen Bedürfnissen der Kinder Raum, sowohl im häuslich-sozialen, als auch schöpferisch-kreativen Bereich.

Der Hort ist räumlich und strukturell eng mit der Schule verbunden. Durch die Nähe zum Unterrichtsgeschehen können die HorterzieherInnen den kurzen Kontakt mit den LehrernInnen pflegen. Die Kinder werden gemäß eines teiloffenen Konzepts in verschiedenen Alters- bzw. Interessengruppen betreut. So wird der Gemeinschaftsgeist sowohl im Klassenverband, als auch altersunabhängig, also klassenübergreifend gestärkt. Die Kleinen spielen und lernen auch mit und von den Großen – und umgekehrt.
Für das tägliche gemeinsame Mittagessen in Bio-Qualität sorgt das Küchenteam aus der Schulmensa.
Ein fester Wochenplan, der sämtliche Aktivitäten und Angebote beinhaltet, gibt den Kindern die notwendige Struktur und Sicherheit, gleichzeitig lebt der Hortalltag vom freien Gestaltungsraum der Kinder selbst, dem Freispiel.
Ein Höhepunkt innerhalb der Hortwoche ist sicherlich das Lagerfeuer, das jeden Freitag im Pausenhof entfacht wird, um gemeinsam Stockbrot zu backen und die Woche feierlich zu beenden.

Auch in der schulfreien Zeit verbringen die Hortkinder abwechslungsreiche und interessante Ferien. Die in der Nachmittagsbetreuung tätigen ErzieherInnen haben eine waldorfpädagogische Ausbildung absolviert.

Tagesstruktur

Freispiel drinnen Für die Kinder der 1. und 2. Klasse beginnt der Hortalltag im direkten Anschluss an die Schule, um 11:50 Uhr. Die Freispielzeit, die in der Regel draußen auf dem Hof stattfindet, wird dann vom gemeinsamen Mittagessen ab 12:30 Uhr abgelöst. Hierfür werden die Klassen jeweils in zwei Gruppen aufgeteilt, sodass ein ruhiges Mittagessen in möglichst familiärer Atmposphäre stattfinden kann. Im Anschluss findet eine Ruhe- und Vorlesezeit bzw. die Hausaufgabenbetreuung statt.
Die 3. und 4.Klasse geht nach Schulschluss um 13:00 Uhr und einer kurzen Bewegungspause draußen im Hof hoch in die Schulmensa zum gemeinsamen Mittagessen. Dort erwartet die Kinder eine breite Auswahl an vegetarischen und auch fleischhaltigen Gerichten in Bioqualität.
Ab 14:00 Uhr beginnen für alle Hortkinder, klassen- und jahrgangsübergreifend, die Hortangebote und die wertvolle Freispielzeit drinnen und draußen.
Das tägliche Vesper in Form von Obstplatten und selbst gebackenem Brot wird ab 14:30 Uhr von den Kindern selbst vorbereitet und um 15:00 Uhr zum gemeinsamen Verzehr eingeläutet.
Abholzeiten im Hort sind in der Regel stündlich, bevor um 16:00 Uhr der Hortalltag für die meisten Kinder endet. Danach beginnt der Späthort, meist in sehr kleiner Runde. Spätestens um 18:00 Uhr sind alle Kinder abgeholt und der Hort schließt seine Türen.

Atelier

pinselJeden Tag ab 14:00 Uhr ist das Hortatelier für die Kinder geöffnet, in dem unterschiedliche Angebote stattfinden. Unter Anleitung eines Erziehers wird in Epochen abwechselnd gebastelt, getont, genäht, gefilzt oder spezielle künstlerisch-handwerkliche Arbeiten verrichtet, wie z.B. die Herstellung von Pois für die Zirkus AG oder die Gestaltung des Bühnenbilds für die Theater AG.

Backen

BackenBesonders in heutigen Zeiten des Konsums und Schnellgangs ist es verstärkt von wesentlicher Bedeutung, Kindern an den Alltag geknüpfte Sinneserfahrungen zu ermöglichen. Hierfür tut das zweimal wöchentliche Backen seinen Dienst.
Der Montag ist der Brotbacktag. Zwei Kilogramm Dinkelvollkornmehl werden von fleißigen Kinderhänden knetend zu knusprigem Hefebrot verarbeitet und dann im Verlauf der Woche zur Nachmittagsvesper verzehrt.
Donnerstags wird in Vorausschau Kuchen gebacken, um dann am Freitag das Vesper am traditionellen Lagerfeuer zu versüßen. Je nach Saison wird jede Woche neu kreiert. Von Kirsch-Schoko-, über frischem Käse-, hin zu saftigem Apfel-Streuselkuchen ist der kulinarischen Kreativität kaum Grenzen gesetzt.

Zirkus AG

DSC05363quadZum beliebten Sommerfest der Annie Heuser Schule fand  zum zweiten Mal eine große Zirkusaufführung statt, die freudigen Applaus und Bewunderung erntete. Im Verlauf des Schuljahres professionalisieren die Kinder ihre Fähigkeiten im Einradfahren, Jonglieren, Diabolo und Poi spielen, selbständig und spielerisch integriert in das Freispiel der Nachmittagszeit. Ab Ostern gewinnen alle Disziplinen schließlich mehr an Form, Choreografien werden einstudiert, Kostüme und Requisiten selber angefertigt und die Clowns üben ihre Sprechrollen als Moderatoren ein. Selbst Kinder, die schließlich artistisch nicht mit auf der Bühne sind, wissen ihren wesentlichen Beitrag, den sie zur Vollendung der Zirkusaufführung geleistet haben, zu schätzen. Dies fördert den integrierenden Gemeinschaftsgeist.

Musik AG

UNSPLASH_Klavier2Der Hort der Annie Heuser Schule ist seit zwei Jahren in stolzem Besitz eines Klaviers. Einmal in der Woche treffen sich musikalisch interessierte Kinder mit eigenen oder Hortinstrumenten, um Lieder aus dem klassischen sowie Weltrepertoire zu spielen und zu singen. Die einstudierten Lieder werden dann zu gegebenen Anlässen innerhalb des Hortgeschehens auch präsentiert.
Einen gemeinsamen Rhythmus und Atem zu finden und das achtsame Aufeinanderhören, was ja das gemeinsame Musizieren ausmacht, fördert den Gemeinschaftssinn und das Verstehen des Anderen, auch klassenübergreifend.

Gärtnern und Hofpflege

GärtnernHofpflegeDrei Hochbeete und andere kleine Grünflächen im Schulhof werden vom Hort und seinen fleißigen Kinderhänden bepflanzt und gepflegt. Besonders in den heißen Sommermonaten muss fast täglich gewässert werden. Vom Aussähen und Setzen der Keimlinge hin zum Ernten von Erdbeeren und Tomaten, Radieschen und Salaten erleben die Kinder das Heranwachsen und Fürsorge tragen der üppigen Pflanzenwelt.

Theater AG

Zweimal in der Woche am Nachmittag ist Zeit für Theater. Extra hierfür kommt eine erfahrene Theaterpädagogin ins Haus und holt die Kinder, aufgeteilt in zwei unterschiedliche Altersgruppen, dort ab, wo jedes Kind individuell mit seinen schaustellerischen Fähigkeiten steht. Es werden Spiele und Übungen aus der Theaterwelt gemacht, Geschichten ausgedacht, eigene Theaterstücke geschrieben und schließlich hingebungsvoll geprobt. Zum Schuljahresende finden dann die Aufführungen statt, für die lange im Voraus fleißig gearbeitet wird – nicht nur auf der Bühne: Es werden aufwendige Bühnenbilder gemalt, für Requisiten und Kostüme gesorgt und Einladungsplakate gestaltet.

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